Alles über Tatsu-Ryu-Bushido
Die japanische Kampfkunst „Tatsu-Ryu-Bushido“ wurde am 4. April 1987 von dem heutigen Oberhaupt „Saiko Shihan Christian Wiederanders“ in Limburgerhof / Deutschland ins Leben gerufen und 20 Jahre lang von 1987 bis 2007 auf den heutigen Stand entwickelt. Das „Tatsu-Ryu-Bushido“ basiert auf den Überlieferungen der Schwertkampfkunst der japanischen Samurai „Niten-Ichi-Ryu“ („Zweischwerter Schule“) von dem wohl berühmtesten Schwertkämpfer „Miyamoto Musashi“ (1584 – 1645) und seiner Lehre der „Gorin-No-Sho“ (Erde, Wasser, Feuer, Wind und Leere), den 5 Elementen, sowie „Koryu-Bujutsu“ (traditionelle Kriegskünste) der Samurai des 16. bis 19. Jahrhunderts. Die Verknüpfung der Stilbezeichnung „Tatsu-Ryu“ mit den Begriff „Bushido“ (Weg des Kriegers), soll die Entwicklung unter Berücksichtigung des weitestgehenden Erhalts der traditionellen Werte der Samurai verdeutlichen. Der Name bedeutet sinngemäss „Der Weg des Kriegers nach dem Stil des Drachen". Ziel der praktischen Ausübung dieser Kampfkunst - die sowohl in der Halle als auch in der Natur statt findet - ist die Weiterentwicklung des Geistes, die Verbesserung der Selbstdisziplin und die Erweiterung des individuellen Horizontes. Zu den körperlichen Aspekten dieser Kampfkunst gehören grundlegend das Erlernen und Beherrschen der Fallschule und des waffenlosen Kampfes. Hier lernt man, systematisch aufgebaut: einen richtigen Stand, Grundtechniken um dem Gegner auszuweichen, den Gegner in der Distanz zu halten (Schläge, Stösse, Tritte, harte Blocktechniken), den Gegner im körperlichen Kontakt zu überwältigen (Würfe, Sicheln, weiche Blocktechniken) und dem Gegner die Kraft zu nehmen und diese weiter- oder umzuleiten. Der Schwerpunkt der Waffenschulung liegt bei der Handhabung des japanischen Samurai-Schwertes „Katana“ (Langschwert), das von Beginn an mit dem „Bokken“ (Holzschwert) gelehrt wird. Ziel ist es jedoch, den Umgang mit den zwei Schwertern „Wakizashi“ (Kurzschwert) und „Katana“ (Langschwert), wie einst Miyamoto Musashi, zu praktizieren. Die Ausbildung im Umgang mit weiteren traditionellen japanischer Holz- oder Metallwaffen, im einzelnen „Tanbo“ (1 Kurzstock), „Nitanbo“ (2 Kurzstöcke), „Jo“ (Mittelstock), „Bo“ (Langstock), „Jitte“ (Schwertfänger), „Tanto“ (Messer), „Yari“ (Speerlanze), „Naginata“ (Schwertlanze), „Shuriken“ (Wurfwaffen) und „Tessen“ (Fächer), wird jeweils in dieser Abfolge je Gürtelgrad bis einschliesslich dem 2 .Dan-Grad, neben dem japanischen Schwert, behandelt. Durch die zusätzliche Schulung von Verhalten im Wald, sowie von Strategie und der Nutzung natürlicher Hilfsmittel zum Überleben im Gelände, wird das Erlernte auch in freier Natur, sowohl in der Gruppe als auch alleine, umgesetzt. Aber die sportliche Ausbildung steht nicht allein im Vordergrund. Theoretische Hintergründe wie die japanische Sprache, Schrift, Geschichte und Kultur begleiten das Ausbildungsprogramm und geben, systematisch aufgebaut, Einblicke in das Leben in Japan, sowohl heute als auch zur der Zeit der Samurai. Bei Tatsu-Ryu-Bushido handelt es sich nicht um einen Kampfsport und Wettkampfsport, sondern um eine sehr abwechslungsreiche und traditionell orientierte Kampfkunst, in welcher jeder, ohne Vergleiche zu anderen zu ziehen, seine individuelle Entwicklung hat. Daher sind Alter, Geschlecht und körperliche Voraussetzungen nicht bedeutend um diesen Weg zu beschreiten.
Weiterführende Links





