Deutsche Tatsu-Ryu-Bushido Kai e.V.
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BeschreibungDie Deutsche Tatsu-Ryu-Bushido Kai e.V. ist ein gemeinnütziger Dachverband für eingetragene und gemeinnützige Vereine inDeutschland und wurde im Februar 1998 beim Amtsgericht Ludwigshafen (am Rhein) eingetragen und ist auch seither vom Finanzamt Speyer auf Grund der Gemeinnützigkeit von der Körperschaftssteuer befreit. Von 1998 bis 2007 trug dieser Verband dTatsu-Ryu-Bushidoen Namen Europäische Tako-ryu-Bushido Organisation e.V. und galt bis dahin als höchster Verband dieser Kampfkunst. Der Deutsche Dachverband mit seinen einzelnen Landesverbänden, wie der Tatsu-Ryu-Bushido Baden-Württemberg und Tatsu-Ryu-Bushido Rheinland-Pfalz, lehnt an die Strukturen des Deutschen Sportbundes, sowie deren Ausbilder-Mindestqualifikationen, an. Die Aufgabe der Deutschen Tatsu-Ryu-Bushido Kai ist es, die japanische Kampfkunst Tatsu-Ryu-Bushido in Vereinen zu unterrichten und so kostengünstig jedem Interessenten den Zugang zu gewähren. Zudem organisiert dieser auch Prüfungen und Lehrgänge auf Bundes- und Landesebene, durch die teilweise vorhandenen Landesverbände. Mitglied kannjeder Verein werden, der beabsichtigt eine Abteilung Tatsu-Ryu-Bushido anzubieten oder als Seminarverein sein Angebot erweitern will. Zudem werden auch einzelne Kampfsportarten und Bewegungssportarten aufgenommen. Die Deutsche Tatsu-Ryu-Bushido Kai e.V. bietet bewusst keinen Wettkampfsport an und vertritt auch diesbezüglich keine Vereine. Zudem fördert die Deutsche Tatsu-Ryu-Bushido Kai e.V. Kinder- und Jugendarbeit in Vereinen, Schulen und öffentlichen Einrichtungen. Aktiv wirkt die Deutsche Tatsu-Ryu-Bushido Kai e.V. mit in der Initiative Keine Macht den Drogen. Stilbeschreibung "Tatsu-Ryu-Bushido": Die japanische Kampfkunst Tatsu-Ryu-Bushido (auch Tako-Ryu-Bushido genannt), deren Wurzeln im 16. Jahrhundert liegen, wurde am 4. April 1987 von dem heutigen Oberhaupt Saiko Shihan Christian Wiederanders in Limburgerhof / Deutschland ins Leben gerufen und über 20 Jahre lang bis 2007 auf den heutigen Stand weiterentwickelt. Tatsu-Ryu-Bushido basiert auf den Überlieferungen der Schwertkampfkunst der japanischen Samurai Niten-Ichi-Ryu (Zweischwerter Schule) von dem wohl berühmtesten Schwertkämpfer Miyamoto Musashi (1584 1645) und seiner Lehre der Gorin-No-Sho (Erde, Wasser, Feuer, Wind und Leere), den 5 Elementen, sowie der Koryu-Bujutsu (traditionelle Kriegskünste) der Samurai des 16. bis 19. Jahrhunderts. Diese Lehre wurde bis ins 20. Jahrhundert auch in der Überlieferung des Tatsu-Niten-Ichi-Ryu (kurz Tatsu-Ryu), eine Form des Heiho-Niten-Ichi-Ryu weiter praktiziert. Das Erweitern der Stilbezeichnung im Jahr 1987 um den Begriff Bushido (Weg des Kriegers) soll die westliche Weiterentwicklung unter Berücksichtigung des Erhalts der traditionellen Werte der Samurai verdeutlichen. Der Name bedeutet sinngemäß Der Weg des Kriegers nach dem Stil des Drachen". Ziel der praktischen Ausübung dieser Kampfkunst - die sowohl in der Halle als auch in der Natur statt findet - ist die Weiterentwicklung des Geistes, die Verbesserung der Selbstdisziplin und die Erweiterung des individuellen Horizontes. Zu den körperlichen Aspekten dieser Kampfkunst gehören grundlegend das Erlernen und Beherrschen der Fallschule und des waffenlosen Kampfes. Hier lernt man, systematisch aufgebaut: einen richtigen Stand, Grundtechniken um dem Gegner auszuweichen, den Gegner in der Distanz zu halten (Schläge, Stöße, Tritte, harte Blocktechniken), den Gegner im körperlichen Kontakt zu überwältigen (Würfe, Sicheln, weiche Blocktechniken) und dem Gegner die Kraft zu nehmen und diese weiter- oder umzuleiten. Der Schwerpunkt der Waffenschulung liegt bei der Handhabung des japanischen Samurai-Schwertes Katana (Langschwert), das von Beginn an mit dem Bokken (Holzschwert) gelehrt wird. Ziel ist es jedoch, den Umgang mit den zwei Schwertern Wakizashi (Kurzschwert) und Katana (Langschwert), wie einst Miyamoto Musashi, zu praktizieren. Die Ausbildung im Umgang mit weiteren traditionellen japanischer Holz- oder Metallwaffen, im einzelnen Bo (Langstock), Jo (Mittelstock), Tanbo (1 Kurzstock), Nitanbo (2 Kurzstöcke), Jitte (Schwertfänger), Tanto (Messer), Yari (Speerlanze), Naginata (Schwertlanze), Shuriken (Wurfwaffen) und Tessen (Fächer), wird jeweils in dieser Abfolge je Gürtelgrad bis einschließlich dem 2 .Dan-Grad, neben dem japanischen Schwert, behandelt. Durch die zusätzliche Schulung von Verhalten im Wald, sowie von Strategie und der Nutzung natürlicher Hilfsmittel zum Überleben im Gelände, wird das Erlernte auch in freier Natur, sowohl in der Gruppe als auch alleine, umgesetzt. Aber die sportliche Ausbildung steht nicht allein im Vordergrund. Theoretische Hintergründe wie die japanische Sprache, Schrift, Geschichte und Kultur begleiten das Ausbildungsprogramm und geben, systematisch aufgebaut, Einblicke in das Leben in Japan, sowohl heute als auch zur der Zeit der Samurai. Bei Tatsu-Ryu-Bushido handelt es sich nicht um einen Kampfsport und Wettkampfsport, sondern um eine sehr abwechslungsreiche und traditionell orientierte Kampfkunst, in welcher jeder, ohne Vergleiche zu anderen zu ziehen, seine individuelle Entwicklung hat. Daher sind Alter, Geschlecht und körperliche Voraussetzungen nicht bedeutend um diesen Weg zu beschreiten. |



