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English Version

Kashima Shinden Jikishinkage Ryu Hojo

22.06.2006
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Jikishinkage Ryu Hojo (kurz Hojo genannt) stammt ursprünglich vom Schwertkampf Kenjutsu ab und dient der körperlichen und geistigen Schulung. Hojo versteht sich als „Schule der Gelassenheit“, das heisst es kann helfen, in schwierigen oder gefährlichen Situationen seine innere Ruhe, die Kraft der Mitte zu bewahren. Während Kenjutsu heute als Kendo überliefert ist, lässt sich Hojo aus Formen des Bujutstu herleiten. Dabei übernimmt Hojo nur die grundsätzlichen, natürlich ablaufenden Bewegungen. Hojo bedeutet wörtlich übersetzt "Naturgesetz". Entstanden ist die Form ca. 1300 n. Chr. und blieb bis heute durch die Weitergabe von Meister zu Meister weitgehend unverändert. Im Jahre 1927 gründete der 15. Meister Jirokichi Yamada einen Verein zum Zweck der Erhaltung des Hojo. Heute wird Hojo in Tokyo, Osaka, andern japanischen Städten sowie auch in der übrigen Welt von vielen Menschen, jung und alt, Frauen und Männern, ausgeübt. Dies erfolgt unter dem 18. Meister Yasushi Namiki.

Hojo ist eine Schwertkata (Übungsform), die mit speziellen Holzschwertern (Hojo-Bokken) ausgeübt wird. Anders als beim Kendo wird beim Hojo kein Schutzpanzer getragen. Hier spielt es keine Rolle, ob stark oder schwach, ob Sieg oder Niederlage, wichtig ist nur der natürliche Bewegungsablauf. Dieser setzt sich zusammen aus bestimmten Fussbewegungen/Schritte (Unpo), begleitet von einer speziellen Bauchatmung (Aun-Atmung). Im Hojo gibt es keinen Wettkampf, vielmehr ist es eine energiereiche und kommunikative Zusammenarbeit zweier Menschen, die sich im Rhythmus der vier Jahreszeiten begegnen. Hojo ist ein intensiver Dialog zwischen zwei Partnern, der über die Bewegung, nicht über das Wort geführt wird, und gleichzeitig ist es ein harmonischer Bewegungsablauf, der sehr meditativ wirken kann. Die Übungsform durchwandert vom Frühling bis zum Winter alle Jahreszeiten, was sich in unterschiedlichen Bewegungen und Tempi, vor allem aber in unterschiedlicher Atemarbeit ausdrückt. Die Atmung steht dabei als Spannungs- und Rhythmus-Geber im Mittelpunkt. Die Übung führt zu grosser innerer Konzentration und ist trotz der darin vorhandenen Spannung sehr von Harmonie geprägt. Die Spannung wird jeweils durch einen entspannenden Schrei wieder gelöst.

Um Hojo auszuüben und damit verstehen zu lernen, sind keine besonderen Voraussetzungen nötig, ausser vielleicht einer: Geduld und Bereitschaft, sich selber besser kennen zu lernen.

Script: Claudia Schiess

Bei Interesse einfach bei Claudia Schiess oder Cathrina Raschein vom Verein Aikido-Dojo Zürich melden.


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