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Die Kampfkünste als Lifestyle - es geht auch ums Geschäft! von Stefan Billen

20.06.2006
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Speziell in den USA haben sich die Kampfkünste in den letzten Jahrzehnten als eigener Lebensstil etabliert. Tausende von professionellen Kampfsport/Kampfkunst Lehrern und Schulbetreibern haben sich für diesen Weg entschieden. Sie unterrichten hauptberuflich in kommerziellen Schulen die ganze Palette an Kampfkünsten, vom traditionellen Aikido bis zum trendigen Fitness-Kickboxing. Diese Menschen leben ihren Traum - sie haben ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht.

Der Schwarze Gürtel als berufliche Grundlage? Die meisten der berufsmässigen Kampfsportlehrer haben versucht sich auf der Grundlage ihrer technischen Qualifikation, wie etwa dem schwarzen Gürtel oder ähnlichen Graduierungen je nach System, eine Existenz aufzubauen. In der Blütezeit, dem grossen Boom in den 70er Jahren, klappte das auch ganz gut. Doch ohne fundierte betriebswirtschaftliche Kenntnisse waren viele der Idealisten von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Die Frage nach dem Lehrer der ihnen die gute Schlag- oder Tritttechnik beigebracht hat wurde meistens voller Stolz beantwortet. Doch auf die Frage "Wer hat dir beigebracht wie man eine Sportschule mit wirtschaftlichem Erfolg führt?" erntete man meistens nur einen unverständigen Blick und Achselzucken... Dies hatte niemand vermittelt. Und aus diesem Grund dümpelten auch viele erstklassige Kampfsportlehrer lange am Existenzminimum herum. Sie konnten ihre Kampfkunst perfekt unterrichten aber waren nicht in der Lage ihre Fähigkeiten zu vermarkten. Denn das Wissen um richtige Werbung, Kundenbindung, Buchführung, Personalführung, Finanzplanung und Verkaufspsychologie hatte ihnen niemand vermittelt.

Ende der 80er Jahre begann man in den USA damit das komplette Beitragswesen von Sportschulen auszugliedern. Dieser gesamte Bereich wurde in die Hände von Profis den so genannten „Billing-Companies“ gegeben. Dies war ein grosser Erfolg, denn die Kampfsportlehrer konnten sich auf ihre originären Aufgaben konzentrieren und mussten sich nicht mit Sachen wie Forderungsmanagement und Buchführung befassen. Dies wurde nun gegen eine geringe Gebühr von Experten erledigt. Und diese Experten waren sehr darum bemüht die Sportschulen mit wichtigen Marketingtipps zu versorgen. Nicht uneigennützig natürlich- denn je mehr Schüler in den Dojos desto mehr Gebühren für die Billing-Companies. Sicheres Einkommen als Lohn für gute Arbeit. In den 90er Jahren entwickelten sich dann einige wirklich professionelle Beratungsfirmen für Kampfsportschulen. Diese arbeiteten mit grossem Erfolg und haben mittlerweile tausende von Klienten. Die Modelle der Versorgung mit Know-How sind jedoch recht unterschiedlich. Es gibt Firmen die verschicken monatlich bestimmte Pakete mit Videos, DVDs, Werbevorlagen und wichtigen Tipps für den erfolgreichen Betrieb von Kampfsportschulen. Andere bieten ihre Dienste nur online im Internet an oder veranstalten Seminare oder persönliche Business Coaching Treffen. Doch eines haben alle Anbieter gemein: Sie verhelfen den Kampfsportlehrern zu dem was sie verdienen- eine gutes und sicheres Einkommen für ihre langjährige aufopferungsvolle Arbeit. Diese Entwicklung blieb vielen Kampfsportprofis in Europa bislang verborgen.

Nur einige wenige Lehrer in Deutschland machen sich diese Dienste bisher zu Nutze. Diese Wenigen arbeiten jedoch mit enormem Erfolg und haben ihren Mitbewerbern vor Ort einiges voraus. Sie verdienen viel Geld mit ihren Sportschulen. England ist der Spitzenreiter und somit einzige Ausnahme in Europa. Die Insel hat naturgemäss keine Sprachbarriere nach Amerika und konnte schon sehr früh auf diesen Erfolgszug aufspringen. In England gibt es heute schon einige hundert Sportschulen die nach amerikanischem Vorbild erfolgreich arbeiten und es werden täglich mehr. David Lowe, der europäische Repräsentant der grössten amerikanischen Beratungsfirma, leistet hier bereits seit mehr als 10 Jahren gute Arbeit. Lowe ist Danträger in vier unterschiedlichen Kampfkünsten und seit mehr als 25 Jahren aktiv. Seit Mitte der 90er transportiert und modifiziert er die amerikanischen Modelle nach England. Er rüstet darüber hinaus auch den englischen Markt mit amerikanischen Kampfsportartikeln aus und bietet so einen "Fullservice" an. So wundert es nicht, dass man in UK mehr Vorzeige-Sportschulen nach amerikanischem Vorbild findet als im Rest von Europa. Damit sind Schulen gemeint die neben der professionellen Geschäftsführung auch über die entsprechenden Ausstattungen und Trainingsgeräte verfügen. Und diese beiden Faktoren führen dort zum Erfolg.

Deutschland im Umbruch Auch der deutsche Kampfsportmarkt muss sich diesen wirtschaftlichen Notwendigkeiten anpassen. Diese Entwicklung ist gut und muss forciert werden. Das Potenzial in Deutschland ist enorm. Tausende von haupt- oder nebenberuflichen Kampfsportlehrern und Sportschulbesitzern könnten nun endlich den wirtschaftlichen Erfolg erzielen den sie schon seit Jahren anpeilen. Am 29. Juli 2006 wird es das erste Seminar in Dortmund geben. Falls wir Ihr Interesse geweckt haben, dann kontaktieren Sie uns Stefan Billen, Berufsverband Kampfsport Telefon +49(0)231-1305895.

Über den Autor: Stefan Billen, seit 30 Jahren aktiv in den Kampfkünsten, ist von Beruf Betriebswirt. Er leitete 10 Jahre erfolgreich eine Sportschule. Stefan Billen war unter anderem Deutscher Meister im Kickboxen und Taekwon-Do und gehörte viele Jahre zum engeren Führungsstab der WAKO um Georg F. Brückner. Im Jahr 1980 begann er seine journalistische Arbeit beim Karate-Jounal (budoKarate). Stefan Billen war von 1998 bis 2004 Chefredakteur von “Kampfkunst International”.

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