12.05.2008
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2. World Martial Arts Games in Regensburg ein voller Erfolg

Das wunderschöne Regensburg war in diesem Jahr Austragungsort für die 2. World Martial Arts Games mit den Disziplinen traditionelle Formen (Okinawa, Japan, Korea, China mit und ohne Waffen), moderne Formen (Musik, Synchron, Demo und Waffen sowie X-Treme), freie Selbstverteidigung, Bruchtest, Submission Grappling, Sport-Ju-Jutsu, Leichtkontakt- sowie Semikontakt Kickboxen. All diese Disziplinen waren zudem, um eine höchstmögliche Fairness zu gewähren, zusätzlich in Gürtel- bzw. Gewichtsklassen wie auch Größen unterteilt. Insgesamt haben sich 13 Nationen mit ihren Teams angemeldet und zwei Beobachter aus Bangladesh und Südkorea. Knapp 300 Sportler aus (England, Irland, Spanien, Niederlande, Kanada, USA, Tschechien, Serbien, Kroatien, Österreich, Liechtenstein, Azerbaijan sowie Deutschland versuchten sich in den drei Tagen vom 27.-29. Juli 2007 um das begehrte Edelmetall.

Am Freitag begannen die Wettkämpfe mit den U14 Teilnehmern. Nach der Aufstellung und Ansprache des Internationalen Chairman , Ken Marchtaler, aus Kanada sowie dem Präsidenten des Deutschen Nationalen Martial Arts Games Committee e.V., Freddy Kleinschwärzer, begannen die Games pünktlich mit den den Wettkampfdiszipinen.

Auf fünf Flächen wurde zeitgleich gekämpft, so dass Sport Ju-Jutsu, Grappling, Semi- und Leichtkontakt Kickboxen als Startdisziplinen begannen. Die Gold-, Silber- und Bronzemedaillen gingen im Grappling wie im Sport Ju-Jutsu an die sehr starken Kämpfer der britischen Mannschaft. Nur Serbien konnte hier noch mit einer Bronze und einer Silbermedaille ein klein wenig gegenhalten. Liam Martin, Ryan Holdham, Scarlett Dixon, Graig Zimmermann und Inka Pipponen-Doyle (alle Großbritannien) holten Gold.

Beim Kickboxen im Semi- wie auch Leichtkontakt ging bis auf eine Bronze und zwei Silbermedaillen für Irland sowie Kanada alles an die sehr starken Teilnehmer aus Deutschland. Hier sollten die Goldmedaillengewinner für Deutschland noch kurz genannt werden die unser Land in bester Manier repräsentierten. Dilara Simseker, Franz Lourzki, Tamara Lourzki, Matthias Meyer und Philip Kreiter.
In der Disziplin Selbstverteidigung holten sich Bojan Kosanovic aus Rosenheim und Shauna Powell aus Irland jeweils in ihren Klassen die Goldmedaille.

Nachdem alle Kampfdisziplinen vorüber waren, starteten die Formenklassen. Diese waren sehr stark durch Deutschland wie auch Kanada vertreten. Insgesamt gingen in den verschiedenen Formenbereichen 15 Goldmedaillen an die deutschen Athleten. Kanada sicherte sich 9 mal Gold und Irland war mit einmal Gold noch vertreten. Die herausragendsten Athleten waren für Deutschland waren Simseker Dilara, Matthias Krismer, Marie Thane Kolyn, Laura Arnold, Tilo Zimmermann, Moritz Schanzer, Tanja Junker, Alexander Weingart, Dominik Meyer, Simon Steuer, Tanja Podznyakow, Tam Ngyen, Burak Yildirim und Phat Ngyen. Für Kanada war die überragende Roxanna Ferraru zu nennen, die allein in 6 Klassen Gold gewann. Auch ihr Teamkamerad Roland Lau konnte sich in mehreren Disziplinen Gold sichern. Dies sind die Zukunftsathleten der kommenden World Martial Arts Games und beste Botschafter guten und fairen Kampfsports.

Samstag begannen nach dem Einlauf der Nationen die World Games der Fortgeschrittenen und Athleten über 14 Jahre.

Aus dem Grappling und Sport Ju-Jutsu waren die Kämpfer aus England – geleitet von Ross Iannonciarro - ganz klar dominierend. Aber auch die Grappler aus den Niederlanden, um Coach und UFC Living Legend Remco Pardoel, zeigten packende Kämpfe. Bester deutscher in diesem Teilnehmerfeld war Peter Frontera, der sich in der Klasse Sport Ju-Jutsu der Schwarzgurte – 88,5 kg- ganz klar die Goldmedaille sichern konnte. Einen sehr spannenden Finalkampf lieferten sich Pevte Jordi aus den Niederlanden gegen Roy Allison aus Großbritannien, der zugunsten des Holländers endete. Peter Frontera war in einem sehr spannendem Finalkampf bei den unter 100 kg Athleten gegen Peter Hutchinson aus England als Sieger hervorgegangen. Im Sport Ju-Jutsu – 75 kg- der Schwarzgurte verlor Andreas Lorenz aus München nur ganz knapp dem Engländer Danny Tamblyn. Insgesamt holte England im Grappling und Sport Ju-Jutsu 12 Goldmedaillen gefolgt von den Niederlanden mit 4 mal Gold und Deutschland sowie Serbien mit jeweils 2 mal Gold.

Mit 27 Goldmedaillen dominierten die deutschen Athleten ganz klar das Teilnehmerfeld des Leicht- und Semikontakt-Kickboxens. Österreich war hier an zweiter Stelle mit 6 mal Gold gefolgt von Kanada mit 4 Goldmedaillen. Der wohl beste Leicht- und Semikontaktkämpfer an diesen World Games war zweifelsohne Bertalan Levente. Aber auch Mario Rödel und Florian Auer aus Deutschland konnten durch sehr packende Finalkämpfe die jubelnden Zuschauer auf ihre Seite ziehen. Die Liechtensteiner Nationalkämpfer Günther Wohlwend und Christian Bazdaric waren an diesem Tag ebenfalls in Bestform und gewannen ihre Klassen ohne große Schwierigkeiten. Andreas Babel und Peter Wetzelsperger fielen in der Schwarzgurtklasse Semikontakt sehr positiv durch ihre Siege gegen Mario Jelinek (Österreich) und Martin Kaiser (Liechtenstein) auf.
Die Klasse Bruchtest war durch sehr interessante Varianten und Kombinationen gekennzeichnet. Den Klassensieg bei den Schwarzgurten holte sich der Spanier Juan Carlo Alvarez aus Madrid vor Peter Wetzelsperger aus Deutschland, der über mehrere Jahre Rekordhalter im Guiness Book of Record für die meisten mit der Handkante zerschlagenen Kokosnüsse war. Er scheiterte an dem Spanier nur ganz knapp, durch eine Unkonzentriertheit im durchschlagen eines Baseballschlägers mit dem Schienbein, der erst beim zweiten Versuch zu Bruch ging. Dies kostete ihn wertvolle Punkte die zum Schluss den zweiten Platz nach sich zog. An dritter Stelle landete ebenfalls ein Spanier. Es war Francisco Miralles.
In der freien Selbstverteidigung der nicht Schwarzgurte überzeugte Yvonne Lorenz aus München und setzte sich im Finale gegen die Serbin Vranic Milica durch. Dennis Kleinschwärzer aus Rosenheim holte wie im Vorjahr in Kanada bei den 1. World Martial Arts Games erneut Gold bei den Junioren Schwarzgurten und verteidigte somit erfolgreich seinen Titel. Eines der Highlights des Tages war die Selbstverteidigungsdarbietung der Männer Schwarzgurte. Hier zeigte der Referent des NMAGC für Selbstverteidigung und Bruchtest, Peter Wetzelsperger, sehr eindrucksvoll, wie effektive aber dennoch variantenreiche Selbstverteidigung aussehen kann. Mit Abstand holte er sich die Goldmedaille und verwies Francisco Miralles aus Spanien auf Platz zwei und Christian Erber aus Deutschland auf Platz drei.

Die traditionellen Formendisziplinen wurden ganz klar durch die deutschen Teilnehmer angeführt. Durchwegs alle Vertreter des Team Germany traten hervorragend vorbereitet an. Kein Wunder, waren nur Teilnehmer am Start, die sich in bis zu vier Qualifikationsturnieren für eine Teilnahme auszeichnen mussten. 29 Goldmedaillen gingen hier an die Athleten vom Team Deutschland . Kanada folgte mit 21 mal Gold, 6 mal Gold für die USA, 4 mal Gold für Tschechien und Irland sicherte sich noch 3 mal Gold. Einen Standard der höchsten Art setzten hier die tschechischen Teilnehmer, die gerade bei den X-Treme Forms zeigten was hier alles möglich ist. Ob synchron, ob spektakulär, die Athleten um Trainer Jan Sikora legten die Latte für alle anderen Teilnehmer sehr hoch. Bekannt sind diese Tschechen auch unter Team No Gravity. Im Moment wirklich das Maß aller Formenläufer. Dennoch gab es neben Namen wie Prokopcova Dominika, Petrik Jonas, Stranski David und Pavel Zavadil. Auch andere Spitzensportler aus Deutschland, Kanada und den USA sind zu nennen, die teilweise in mehreren Disziplinen startend, Gold für Ihr Land holen konnten. Bei den Mixed Teams war es wieder einmal mehr Titelverteidiger Daniel Gärtner mit seinen Teamkollegen Susi Fink und Judith Reindl die Gold nach Hause brachten. Auch Andreas Lorenz der bereits in Grappling und Sport Ju-Jutsu hervorragend kämpfte, holte bei den Schwarzgurten Waffenformen Gold für Team Deutschland. Bei den traditionellen Kata und Waffenkata konnten Dirk Schäfer, Johann Grimmer, Sebastian Roskosch, Stefan Dorfer, Thorsten Garrels, Markus Krismer, Pham Nam, Stefan Bergler, Andreas Nguyen, Ewald Der, Daniel Gärtner, Henriette Bichler, Florian Hensel, Yvonne Lorenz, Tanja Ponkowski, Walter Krieg, Nina Junker, Dennis Kleinschwärzer, Claudia Kaufmann, Rüdiger Schuss sowie Ho Hoang Nguyen je eine Goldmedaille für Deutschland erkämpfen. Ajit Amesur aus den USA konnte alleine 5 mal Gold für sein Land nach Hause bringen. Nennenswert ist hier erneut die für Kanada startende und hochmotivierte Athletin Roxanna Ferraru, die sage und schreibe mit ihrem zarten Alter von erst 14 Jahren 7 mal Gold erreichte.

Die Universitätsarena Regensburg wurde am Samstag Abend zum Schauplatz der Finalkämpfe mit geladenen Ehrengästen aus Sport, Politik, Komunen und Sponsoren. Die fast bis auf den letzten Platz gefüllte Halle bot ein sehr schönes Flair das durch die Fernsehübertragung des TV-R (lokaler Fernsehsender) abgerundet. In Pausen zu den jeweils folgenden Finalpaarungen wurden immer wieder packende Shows eingebracht, die für eine gelungene Abwechslung zu den eigentlichen Kämpfen sorgten. Einer der packendsten Finalbegegnungen war mit Sicherheit der Kampf Mario Rödel aus Norddeutschland gegen Ernst Bergauer aus Bayern im Leichtkontakt Kickboxen. Dieser spannende Kampf ging erfolgreich für Mario Rödel aus. Auch sollte der Kampf zwischen Lokalmatadorin Christina Schreier aus Regensburg und der Amerikanerin Joanne Kolowrat erwähnt werden. In dieser Partie war für Christina nichts zu holen. Sie war der Amerikanerin deutlich unterlegen und musste sich mit der Silbermedaille zufrieden geben. Hier halfen nicht mal die Anfeuerungsrufe der Zuschauer etwas.

Alles in allem konnten die Offiziellen des Deutschen National Martial Arts Games Committees mit der Veranstaltung sehr zufrieden sein. Auch Ken Marchtaler betonte, dass man sehr zuversichtlich in die Zukunft blicke. Der am Abend extra aus Australien angereiste Südkoreaner Jeong Song Kim, der im kommenden Jahr die 3. World Martial Arts Games in der wunderschönen Hafenstadt Metropole Busan (3 Mio Einwohner) austragen wird, überbrachte persönlich die Nachricht, dass der Bürgermeister und die Offiziellen der Stadt Busan ihre Zusage gaben. Diese kommenden World Games werden im August 2008 ausgerichtet. Deutschland legt in den kommenden Wochen bereits die Qualifikationsturniere für eine Teilnahme Deutscher Athleten fest. Als letzte Nachricht sei noch zu erwähnen, dass die TAFISA (150 Mitgliedsnationen und direkt mit dem Internationalen Olympischen Komitee zusammenarbeitende Organisation) das World Martial Arts Games Committee als supporting member aufgenommen hat. Im September ist die TAFISA Generalversammlung in Buenos Aires, zu er auch WMAGC Chairman Ken Marchtaler anreist. Dort wird angestrebt und darüber befunden ob der Status von supporting in active member angehoben wird.

Im Namen des NMAGC e.V. und des Weltkomitees bedanke ich mich bei allen die tatkräftig an der Gestaltung der World Martial Arts Games mitgewirkt haben. Insbesondere möchte ich mich bei allen Sponsoren und Kampfrichtern bedanken, ohne deren Unterstützung dieser – noch sehr junge – Event nicht machbar gewesen wäre. Ausdrücklicher Dank gilt der Fa. Sportimex, die als Ausstatter während der gesamten Zeit der Weltspiele zugegen waren und die komplette Veranstaltung mit Matten unterstützt hat.

Eingereicht von Dojoguide Team
Webseite http://www.dojoguide.org

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