12.05.2008
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Kumite im Karate

Kumite heisst vereinfacht ausgedrückt: zwei Karateka verfolgen durch Anwendung ihres Könnens das Ziel den Besseren zu ermitteln.
Das Konzept des Karate-Do, über den Kampf zur Vermeidung desselben gelangen zu wollen, zeigt sich bereits in seinen Rahmenbedingungen und konstituierenden Merkmalen: das Verbeugen vor dem Partner, die Ausführung explizit erlernter Techniken statt unkontrollierter Schläge und Tritte und das Abstoppen des Angriffs vor dem Ziel dienen der Achtung und Schonung des Partners und sind zugleich integraler Bestandteil der Karatetechnik. Der Kampf zwingt die Ausführenden, aufeinander einzugehen, sich einander anzupassen

Die Kumiteformen im Karate

Gohon Kumite
Beim Gohon Kumite als erste Übungsform greift ein Partner mit fünf aufeinander folgenden Schritten mit der gleichen Technik an. Der Abwehrende weiss bereits vorher über die Angriffstechnik Bescheid (indem sie angesagt wurde) und geht fünf Schritte zurück, um den Techniken adäquat zu begegnen. Neben der anwendungsbezogenen Schulung von Angriff und Abwehr steht ein harmonischer Bewegungsfluss beider Partner zur Bildung einer „Einheit“ im Vordergrund. Man übt in dieser Phase nicht gegeneinander, sondern miteinander.

Kihon Ippon Kumite
Im Kihon Ippon Kumite erfolgen Angriffe nur einmal, jedoch auch noch in Grundschulformen (Kihon). Nach dem Angriff verharrt der Angreifer in der Endphase, um zum einen die saubere Ausführung der Technik zu demonstrieren, zum anderen, um den Verteidiger einen kontrollierten Gegenangriff auf ein noch stehendes Ziel üben zu lassen. In dieser Phase wird hohe Konzentrationsfähigkeit verlangt, da Techniken am Partner zur Anwendung kommen, die bisher noch nicht mit einem Partner geübt wurden. Der Begriff Ippon soll weiterhin auf die Einmaligkeit, auf eine nicht wiederkehrende Möglichkeit hindeuten. Für den „Angreifer“ gibt es nur eine Chance zur korrekten, aber auch fairen Technik. Der Verteidiger hat nur diese eine Chance zur Interaktion.

Jiyu Ippon Kumite
Die letzte Kampfform vor dem freien Kampf stellt Jiyu Ippon Kumite dar, in der zwar Angriffstechniken immer noch angekündigt werden, diese allerdings aus der freien Bewegung erfolgen. Der Beginn einer Aktion bezogen auf Distanz, Timing und vorbereitender Tätigkeiten (z. B. Täuschung, Wechsel der Auslage etc.) soll frei gewählt werden einschliesslich der sofortigen Einnahme einer „normalen“ Distanz zum Partner nach der Aktion. Angriffs, Abwehr und Kontertechniken erfolgen nur noch durch kurzzeitige Technik-Endphasen. Ausser der eigentlichen Angriffstechnik hat der Verteidiger keine Kenntnisse über den Angriff, z. B. hinsichtlich Zeitpunkt, Auslage, Schrittlänge und damit verbundener Reichweite, so dass situationsbedingt reagiert werden muss. Aufgrund der hohen Ansprüche dieser Kumit Form kann sie nur mit Fortgeschrittenen geübt werden.

Ausführliche Informationen über Karate finden Sie auf dem Webportal für Karate und Budosport

Quelle: www.budosportberlin.info

Eingereicht von Dojoguide Team
Webseite http://www.dojoguide.org

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